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Wirtschaft, Verkehr und Finanzen

Der Gesamthaushalt der Stadt ist durch die Altlasten aus den Vorjahren leider nach wie vor defizitär. Weitere Schulden werden sich durch notwendige Neuinvestitionen auch in den nächsten Jahren nicht vermeiden lassen, so dass die finanzielle Situation Kellinghusens weiterhin sehr angespannt sein wird, zumal weitere Investitionen in den Bereichen Wasserwerk, Klärwerk (SÜVO), Bauhof und Feuerwehr erforderlich sind, um den gesetzlichen und zeitgemäßen Anforderungen zu entsprechen.

Die KeLi wird zukünftige Investitionen der Stadt kritisch begleiten, um Mehrausgaben wie in der Vergangenheit nach der Auftragsvergabe (Klärwerk) zu vermeiden und sich damit weiterhin für eine Sanierung des städtischen Haushalts einsetzen.

Die KeLi lehnt trotz dieser angespannten Aussichten für die finanzielle Zukunft Kellinghusens die vom Land geforderten regelmäßigen Erhöhungen einiger Steuern ab, wie z. B. Grund-, Gewerbe- und Hundesteuer. Wir fordern stattdessen, dass die Aufgaben, die der Stadt vom Land übertragen werden, auch entsprechend finanziell vergütet werden. Die regelmäßig wiederkehrende Forderung aus dem Innenministerium nach Erhöhung der o.g. Steuern und Ausschöpfung sonstiger möglicher Einnahmequellen halten wir nicht für sinnvoll und zielführend. Stattdessen ist eine Neugestaltung des kommunalen Finanzausgleiches anzustreben. Letztendlich kann nur durch Erreichen eines ausgeglichenen Haushaltes die Stadt Kellinghusen wieder unabhängiger von Kreis und Land wirtschaften.

Die KeLi will hingegen den Wirtschaftsstandort Kellinghusen ausbauen, dieses unter Berücksichtigung der geographischen Lage und der Flächen, die noch frei werden oder es schon sind, um damit neue Steuereinnahmequellen zu schaffen.

Die KeLi spricht sich für die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wrist aus, um zwischen beiden Gemeinden ein gemeinsames Gewerbe- und Wohngebiet zu schaffen, um dadurch die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund spricht sich die KeLi bei einer geplanten Realisierung der geplanten A 20 für einen Autobahnanschluss mit der Bezeichnung „Kellinghusen“ aus.

Die sich jetzt aktuell abzeichnende Entwicklung für die ehemalige Liliencron Kaserne begrüßen und unterstützen wir, weil wir uns von der geplanten Klinik eine wirtschaftliche Belebung unserer Stadt und damit auch neue Arbeitsplätze für unsere Region erhoffen. Es gilt nun, die baurechtlichen Grundlagen zu schaffen und dabei die Bürger umfassend zu informieren.

Ein wesentlicher Baustein für eine positive Stadtentwicklung ist der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Dieser dient in Kellinghusen den Berufspendlern, Freizeit- und Schülerverkehren sowie der Nahversorgung. Die KeLi spricht sich ferner für eine Fortführung des senioren- und behindertengerechten Ausbaus der Bushaltestellen im Stadtgebiet aus.

Weiterhin gehören für uns zu einer wohnlichen Stadt nicht nur eine funktionsfähige Versorgung im öffentlichen Nahverkehr, sondern auch ein sicheres Schulwegenetz, sowie qualitativ und quantitativ verbesserte Rad- und Fußwegenetze im Ort mit der Anbindung und Einbeziehung der angrenzenden Siedlungs- und Erholungsflächen.

Der Standort Kellinghusen mit seiner Lage innerhalb der Metropolregion Hamburg gehört unter Beachtung der Entfernung und einer attraktiven Netzanbindung eindeutig in den direkten Einzugsbereich der Metropolregion Hamburg und damit in den Tarifbereich des HVV. Es ist nicht nachvollziehbar, dass dieser Bereich kurz vor unserer Haustür in Dauenhof endet.

In diesem Zusammenhang begrüßt die KeLi, die sich als einzige politische Kraft Kellinghusens für den Erhalt der Bahntrasse und einer Wiederaufnahme des Bahnverkehrs in der Vergangenheit eingesetzt hat, die geplante Reaktivierung des Abschnittes Wrist – Kellinghusen und den dadurch in greifbare Nähe gerückten Anschluss an den HVV. Mit dieser Aktivierung und dem dadurch entstehenden direkten Anschluss wird Hamburg ohne Umsteigen in 45 Minuten erreichbar. Dies wird die Attraktivität Kellinghusens erheblich steigern. Die KeLi fordert daher die schnelle Realisierung des geplanten (Wieder-) Bahnanschlusses Kellinghusens bis 2015 und wird sich darüber hinaus auch weiter für eine umfassende Einbindung des Kreises Steinburg in den HVV einsetzen.

Die Sanierung der städtischen Straßen ist eine wichtige Aufgabe der Stadt, die sich aber im Einzelfall für die Anlieger als eine große finanzielle Belastung darstellt. Die von der neuen Landesregierung ins Auge gefasste neue Umlage von Anliegerbeiträgen werden wir eingehend prüfen und umfassend öffentlich diskutieren.

Im Verfahren einer möglichen Gründung der Stadtwerke Kellinghusen setzt sich die KeLi für folgende Punkte ein: Keine Verschlechterung der arbeitsrechtlichen Situation der Arbeitnehmer, wirtschaftliche sinnvolle Ausrichtung, professionelle Führung.