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Soziales

Das Zusammenleben in der Stadt Kellinghusen wird geprägt durch die sozialen Lebensverhältnisse der Einwohnerinnen und Einwohner unserer Stadt. Ein solidarisches Miteinander zwischen allen Bevölkerungsgruppen ist unser Ziel.

Die KeLi begleitet und fördert weiterhin die soziale Arbeit der Verbände und Vereine, Kindertagesstätten, Schulen und anderer gemeinnütziger Institutionen. Die KeLi wird diese Arbeit unterstützen und insbesondere das ehrenamtliche Engagement fördern. Wir werden dabei immer das Ziel verfolgen, die dafür notwendige finanzielle Unterstützung abzusichern, auch wenn die überregionalen Rahmenbedingungen nicht gerade die günstigsten Voraussetzungen dafür sind und wenig eigene Gestaltungsmöglichkeiten für unsere Kommune schaffen.

Die Bildung unserer Kinder ist der Schlüssel für gleichberechtigte Lebenschancen. Die KeLi begrüßt die jetzt erfolgte Einführung der gymnasialen Oberstufe und wird auch die weitere Entwicklung der Gemeinschaftsschule (z. B. zur verbindlichen Ganztagsschule) positiv vorantreiben. Ferner werden wir für eine dauerhaft abgesicherte kostenlose Schülerbeförderung plädieren. Wir werden uns dafür einsetzen, dass endlich ein bezahlbarer und gesunder Mittagstisch angeboten wird.

Die KeLi steht hinter der Inklusion von Kindern mit Behinderungen in den vorhandenen Regeleinrichtungen. Für einen Erfolg der nun umgesetzten Inklusion ist es aber erforderlich weitere Strukturmaßnahmen, besonders eine verbesserte personelle Ausstattung in den Schulen, folgen zu lassen. Die beabsichtigte individuelle Förderung der Kinder wird nur so möglich sein. Der Ausbau und die dauerhafte Absicherung der Schulsozialarbeit muss ein Ziel der Stadt Kellinghusen im Schulverband sein und dafür werden wir weiterhin kämpfen.

Die Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendparlament ist zu verstärken. Das KiJuPa ist ein unverzichtbares Gremium zur Begleitung der politischen Mandatsträger (§ 47a Teilhabe von Kinder und Jugendlichen). Die KeLi möchte, dass die Förderung der Jugend unserer Stadt durch eine Überarbeitung der Jugend- und Sportförderungsrichtlinien verbessert wird. Im Dialog mit dem Kreis ist auch darauf hinzuwirken, die dortige Jugend- und Sportförderung zu verbessern.

Durch das Regionale Berufsbildungszentrum des Kreises Steinburg (RBZ) wird in Kellinghusen seit einem Jahr die Ausbildung der Sozialpädagogischen AssistentInnen an der Berufsfachschule angeboten. Ab Sommer 2013 kommt die darauf aufbauende Fachschule für ErzieherInnen hinzu. Eine, wie wir finden, sehr erfreuliche Entwicklung für die Stadt Kellinghusen als Bildungsstandort, die wir unterstützen und positiv begleiten.

Die Zukunft der Stadt hängt weiterhin im großen Umfang von ihrer Attraktivität für Familien ab. Der Ausbau von Krippenplätzen (U3) ist weiter zu entwickeln, es muss ständig auf ein auskömmliches Angebot an Betreuungsplätzen für über dreijährige Kinder geachtet werden. Ebenso sollten die Möglichkeiten des qualitativen und quantitativen Ausbaus der Kindertagespflege (Tagesmütter) genutzt werden.

Während der letzten Legislaturperiode scheiterte die Einrichtung eines Familienzentrums am Widerstand von BFK und CDU. Das danach mit der Hilfe von Bundesmitteln verwirklichte Mehrgenerationenhaus „Die Bude“ (ehemals Haus der Jugend) ist nach Ablauf der dreijährigen Bundesförderung in den kommenden Jahren zu etablieren und finanziell dauerhaft abzusichern. Die dortigen Aktivitäten aller Generationen werden von der KeLi begleitet und gefördert. Dazu gehören auch verstärkte Ausstattungsinvestitionen im Mehrgenerationenhaus. Ziel muss es sein, dort umfassende Beratungs- und Betreuungsangebote zu entwickeln, um für unsere BürgerInnen vor Ort und im Amtsbereich ein alternatives Angebot gegenüber der Kreisstadt Itzehoe anzubieten.

Die KeLi steht für eine weitere Förderung von Pro Familia und der Selbsthilfe Kibis. Ebenso wird die Verbesserung der ärztlichen Versorgung für Kellinghusen Umland ein Ziel sein.

Im Zeichen des demografischen Wandels, besonders in unserer Stadt und im Amtsbereich, sind die potentiellen Stärken der Senioren deutlicher zu berücksichtigen. Daher ist die Zusammenarbeit der Politik und der Verwaltung mit dem Seniorenbeirat zu vertiefen und auszuweiten. Eine funktionierende Seniorenvertretung braucht klare Rechte und eine verlässliche finanzielle Basis. Als Interessenvertretung der älteren Generation muss der Seniorenbeirat auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Handelns ein Mitspracherecht haben. Dazu gehört auch die generelle Teilnahmemöglichkeit an allen politischen Gremiensitzungen, sowohl im öffentlichen als auch im nichtöffentlichen Teil, die durch den Rat in seiner Geschäftsordnung zu regeln ist.

Fragen der Verkehrssicherheit und der Barrierefreiheit aller öffentlichen Einrichtungen (für ältere und behinderte Menschen) sind zu überprüfen. Für festgestellte Mängel sind sowohl kurzfristige Lösungen anzustreben als auch langfristige Maßnahmen zu planen. Inklusion – die Möglichkeit jedes Menschen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – muss das Ziel jeden Handelns sein.

In Zusammenarbeit mit dem Kreis ist ein Pflegestützpunkt in Kellinghusen einzurichten. Als Ergänzung des „Gute- Nacht-Taxi“ (Gutscheine) für junge Menschen fordert die KeLi die Einführung eines „Guten-Tag-Taxi“ für die ältere Generation, um ihre Mobilität zu fördern.

Die Förderung der Freiwilligenarbeit ist ein weiteres Ziel der KeLi um durch das Engagement zahlreicher Menschen eine verstärkte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben zu fördern. Daher setzen wir uns für eine Stärkung der Freiwilligenarbeit ein. Die Arbeit der Menschen in den zahlreichen sozialen und gemeinnützigen Vereinen unserer Stadt ist ein unverzichtbarer Teil des Gemeinwesens. Deshalb werden wir uns für eine verbesserte Koordination und Vernetzung dieser Arbeit einsetzen. Dieses könnte z.B. durch entsprechende Angebote des Mehrgenerationenhauses erreicht werden, aber auch durch gezielte Maßnahmen des Arbeitskreises „Soziale Bestandsaufnahme“.

Eine verbindliche Unterstützung des Vereins „Hand zu Hand“ und somit auch der Kellinghusener Tafel und des Sozialkaufhauses ist dringend notwendig und wird von der KeLi unterstützt.

Die Arbeit des Kriminalpräventiven Rates (KPR) beruht auf der Erkenntnis, dass Kriminalität ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, dessen Lösung nur sinnvoller erfolgen kann, wenn alle örtlichen Akteure auf breiter Basis und die Bürger als aktive Mitgestalter der örtlichen Politik mit einbezogen werden. Der Kriminalpräventive Rat versteht sich als Zusammenschluss von Institutionen, die aufgrund ihrer Tätigkeiten und ihrer Erfahrungen zur Verhütung von Straftaten beitragen können. Ein Schwerpunkt des KPR in Kellinghusen war und wird dabei die Arbeit für ein offenes und tolerantes Miteinander und das Eintreten gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sein.

In Kellinghusen hat es in der Vergangenheit zum Teil erhebliche Aktivitäten der rechtsextremen Szene gegeben. Dagegen hat Kellinghusen in den letzten Jahren durch die Erstellung der Broschüre „Der Ungeist kehrt wieder zurück“, durch eine Resolution des Rates gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, durch die regelmäßige Durchführung des Kellinghusener Friedentages jährlich am 1. September und durch die Mitgliedschaft im Trägerverein der Gedenkstätte des KZ Springhirsch deutliche Signale gegen Rechts gesetzt.

Diese wichtige Arbeit des KPR gilt es, kontinuierlich und erfolgreich fortzusetzen. Wie in der vergangenen Legislaturperiode wird sich die KeLi im KPR weiterhin sehr intensiv engagieren.